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Roadmovie 12

Und es war saukalt, und jetzt haben wir bald keinen Strom mehr, schätze ich mal. Also koche ich erst mal auf unserem Primitivkocher Wasser für Tee (Kleine) und Kaffee (Alter). Ja, wenn das Gas nur mal brennen würde, draußen auf dem Boden, kalt nass und ungemütlich bis zum dorthinaus. Irgendwie klappts dann und wir sitzen in der Karre. Ich wusste, was jetzt kommt: machste mal die Heizung an? Tja, ohne Motor wirds nu mal nicht warm Honey. Ich schicke ein Stoßgebet gen Himmel und dreh den Zündschlüssel, rum, rum rum, doch da kommt der Sechszylinder, er will uns nicht in Stich lassen, der Start verbraucht dann mal eben so drei Liter Super, in den nächsten Minuten wirds eh nicht warm, ich dreh auf dem Platz sachte eine Runde und endlich ahnen wir was von Wärme, Honey, mach mir nun nicht die Sitzheizung an, dann ist die Batterie gleich am Asch, da warten wir lieber noch, bis der Schlitten auf der Schnellstraße rollt. Auf einmal sehen wir, dass der Campingmann was zum Essen anbietet. Schnell dahin, aber man soll im Stehen vor seiner fahrbaren Pommesbude futtern. das geht nun mal gar nicht. Wir holen uns Fritten, Wurst und labbriges Weißbrot und off we go! Neeeiin, stopp, ich muss mal, sagt Honey so lieb, dass ich dahin schmelzen könnte. Also warte ich, der Motor schnurrt leise vor sich hin, noch ein Liter mehr, denke ich im Hinterkopf. Glücklich kommt Honeybaby zurück, und siehe da, sie lächelt auf ihr unnachahmliche Art, so muss ich sie mal fotografieren, das steht fest.
22.11.13 19:33


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Teil 11 meiner Roadmovie

Mann, habe ich lange ausgesetzt, stimmt wirklich, und ihr glaubt es nicht, musste dann doch wieder zurück und erst jetzt geht´s endlich los, habe aber wieder ein weibliches Wesen an Bord, sie ist eine Art Tochter von mir, meistens lieb manchmal so traurig wie der Blick, den ich ab und zu in mein Portmonnaie werfe, wenn wieder nichts drin liegt.
Tja wir beide sind einfach ausgebüchst! Wird das ein Stress werden, nur schon morgen haben wir die Heimat hinter uns und dann schnurstracks nach Süden. Die "Tochter" ist noch recht jung, sie soll endlich mal franz und spanisch lernen und was von der Welt sehen, wenn sie nur nicht ununterbrochen quasseln würde, wie soll ich mich da konzentrieren? Und nun braucht sie unbedingt Makeup für die Augen oder was das ist. Mann. halt doch mal an, Jünni, ich will doch nur was, um mich schön zu machen. Aber du bist doch wunderschön, wozu sich dann wieder hässlich machen, mit Farbe und so?
Ihr Männer habt eben keine Ahnung, nur Autos im Kopf. OK, dann schieb erst mal ne CD rein, aber was, das auch dem Alten gefällt. Gleich halten wir dann mal an und machen PP (Pinkelpause). Und komm ja nicht auf die Idee, Heimweh zu bekommen nach all den Tieren, die du bisher hattest, ist jetzt mal Ende.
Dann sind wir, unser Schlachtschiff, die Süße und ich am ersten Etappenplatz, mal wieder in der Eifel, bei klirrender Kälte, so an die - 10° schätze ich mal, die Schlafsäcke können nicht warm genug sein. Honey war eben noch im Waschhaus und schon schläft sie fest und ausdauernd. Ich muss erst mal ein Bit runterkippen, was mir eine Spur von Wärme gibt, und was ist zu essen da? nur ein Kanten altes Brot. Um uns herum kein Mensch weit und breit zu sehen, jetzt sind die Fenster auch schon beschlagen, Atemhauch vor dem Mund, und einen Spalt muss ich ein Fenster offen halten,sonst kann ich nun mal nicht pennen, mir fallen beinah die Augen zu, Honey schläft den Schlaf der Unschuldigen. Ihr müsstet mal sehen, wie das auf dem Campingplatz in Prüm aussieht, schwarz, düster, eisig kalt, ruhig, alles nass, feucht, Eis und Schneereste, der eiskalte Wagen, hätte ich doch Standheizung, bin ja nicht Rockefeller, verdammt. Gähn und tschö, mal sehen ob wir zwei Ausreißer morgen bei der Kälte überhaupt wach werden und hier wieder in Gang kommen.
10.3.10 01:29


Road Movie Teil10

Also ich mach´s kurz, ich bin diesmal echt weg, allein und happy. mein Bett im Scorpio ist gemacht, einfach die hintere Sitzbank umgekippt, und jetzt habe ich eine Liegefläche von fast zwei Meter, die Füße liegen beim Schlafen im Kofferraum, außerdem muss ich diagonal liegen, sonst rasier ich mir den Kopf, leider kann natürlich jeder reinsehen, wenn es hell wird, aber die Spanner sehen nicht viel, nämlich mich im Schlafsack, und das ist eh inattraktiv.
Auf der Autobahn in Frankreich ist nicht viel los, ganz oben, hinter der luxemburgischen Grenze, hier möchte ich wirklich nicht bleiben, alles sieht irgendwie triste aus, und dann kommt diese komische Kirche, direkt neben der Autoroute, in Thionville, scheint ne arme Stadt zu sein, was man so im Vorbeifahren sieht, nur hier halte ich auf keinen Fall an, was will ich denn da?
Später kommt dann Metz, das an der Mosel liegt, die jetzt andauernd überquert wird, die Autoroute schlängelt sich einmal auf dem rechten, dann wieder auf dem linken Ufer. Ein Idiot will mich schneiden, kann er ruhig machen, ich gehe allem aus dem Weg, was meiner lieben Karre weh tun könnte, das hat sie nciht verdient, und ich will ja auch noch lange darin rumhängen.
Und dann passierte es, ich musste an einer der so einfallslos gebauten Servicestationen halten, geschickt habe ich direkt vor dem Tankshop geparkt, um nicht einsam zu stehen. Also ich mache die Rückenlehne nach hinten und ein Nickerchen.
Als ich endlich fest eingeschlafen war, klopfte es auf einmal, neben mir an die Scheibe, ein undurchsichtiger Typ wollte, dass ich ihm aufmache. Da war er natürlich schief gewickelt, so schnell kann man den ollen Günni nicht aufs Kreuz legen, erst habe ich benommen wie ich war, mal den Sitz wieder hoch gemacht, dann überlegt, was der Typ eigentlich wollte, ich solle ihm ein Überbrückungskabel an meine batterie anschließen, er könne nicht mehr starten. Als ich nach hinten rechter hand blicke, sehe ich einen anderen noch finsterereb Type, der wohl darauf wartete, dass ich aussteige um die Motorhaube zu öffnen und das kabel anzuklemmen. Aber nichts dergleichen, Der Junge (also ich) ist jetzt weider hell wach, ich lasse die sechs Zylinder an und meine kiste schnurrt gabz langsam rückwärts aus der Lücke raus, der Franzmann ist entrüstet, oder besser gesagt, er spielt den Beleidigten, von wegen die Boches wollen nicht mal helfen.

Miten auf dem fast leeren parkplatz halte ich an, um kurz zu schiffen, dabei nach allen Seiten sichernd, die zwei verfolgen mich mit ihren glotzenden augen. Als ich mich langsam wieder auf die Autobahn einschlängele, fahren sie schon mit dem angeblich defekten wagen vorbei, ich bin noch mal davopn gekommen, aber ab jetzt herrscht in meinem Oberstübchen Alarmstufe zwei.
nach ein paar Schlucken Vin rouge berichte ich gleich, wie´s weiter geht. OK?
15.9.09 16:51


Teil 9 meiner Roadmovie

Ist das nicht furchtbar, ich wurde in Nancy aufs Übelste rangenommen, die Idioten haben mir alles abgenommen, nein so geht das nicht, mein Junge, du musst dich halt besser organisieen, und irgendwo am straßenrand pennen, im auto, das funktioniert nicht so richtig, kein wunder, dass da manch einer denkt, den raube ich mal eben aus.
Kurz und gut, ich bin in Nancy gestrandet, rien ne va plus, ein Neuanfang muss gemacht werden, also bin ich mit Ach und Krach mal wieder zurück an den Rhein und bereite nun die dritte Reise auf der längsten Road Europas vor. Erst muss wieder Geld her, und dann wird diesmal alles besser geplant. Und wie uaf See, Faruen werden nicht an Bord genommen, gibt doch wieder gleich Streit, nein mein Junge, fahr doch solo, und sauf nicht, sondern studier die Umgebung, die Menschen, die Natur, die Freaks, und so.
Ja Lisa und lena, ihr könnt uach nicht mit, seid eh zu jung, ich haätte Interpol gleich im Schlepptau, nein selbst ist der mann, morgen lest ihr dann echt den autentischen bericht, dann gehts wieder los, versprochen, jedenfalls eins ist klar:

meine alte Mühle Scorpio ist wieder in Topform, alles läuft wieder, nur den Durst kann er nicht sein lassen, die drei Liter brauchen halt etliche Liter Sprit, 12 Liter schätze ich pro Hundert Meter, das geht ins Geld, kann ich euch sagen.
mach jetzt erst mal die Augen zu, und morgen immer Richtung Süden, oder südwest, wenn ihr wollt, lest mit, ich schreibe euch dann auch alle Details auf, leider tippe ich so schleht, aber über ein paar fehlerchen schaut ihr doch lässig hinweg, oder?
CU 2morrow Sweetheart
13.9.09 06:20


Teil 8 meiner Roadmovie

Und jetzt nochmal: Prüm - Bitburg - Todesstrecke B51 bis Trier, Autobahnauffahrt Richtung Luxemburg, in Wasserbillig, wie die Grenze sinnigerweise heißt, müsst ihr auf alle Fälle auftanken, hier beginnt das eigentliche Abenteuer, denn hie siehst du schon eine andere Art von Kellnern, Tankkassiererinnen, Leuten, und klar der Sprit kostet zwar immer noch ne Menge, aber es ist ja alles relativ, auftanken bis zum Kragenknopf und frischen Café trinekn, à la francaise. Danach geht´s im Schnelltempo durch Luxemburg durch, auf die langweilige Autobahn in Frankreich, gleich weiter bis Nancy, wo uns ein weiter Campingplatz erwartet, da sind wir beiden jetzt, beglotzt von allen anderen Campistas, weil wir in der Mühle schlafen, leben, lesen und was denkst du noch. Ins Zentrum von Nancy fahren wir dann für ein paar Centimes mit dem Bus und trinken unten wieder Schlabberbier.
12.8.08 18:14


Teil 7 meiner Roadmovie

hat sich leider niemand gemeldet, da bin ich spornstreichs zurück gedüst, ich fang nochmal von vorne an, aber diesmal mit Braut, das kann ich euch versprechen.
Nach langer pause habe ich jetzt endlich alles zusammen: der Scorpio schnurrt nach wie vor wie ein Kätzchen, die Braut sitzt neben mir und nach vielen Wochen Schweiß und Plackerei habe ich das Geld für Scorpios Futter und für meines nebst Braut.
Aber jetzt bin ich erst mal müde. Morgen geht´s garantiert weiter. Also schaut hier rein, es wird bald spannend! Nur bin halt müde von all den Vorbereitungen. Komm Hanne, wir gehen mal gucken, was die Heia macht, und hoffentlich haste nichts vergessen, wie die Spanier sagen kannst du schon mal an eine regadera erinnern, ja an eine Gießkanne, oben rein und alles wieder vergessen. Aua! nicht so feste, du Dötsch! Gähn! Tschö mit ö!
9.5.08 01:32


Teil 6 meiner Roadmovie

So kalt ist mir lange nicht mehr gewesen, ich kam kaum noch aus meiner Karre raus heute morgen, null Grad war´s wie ich befürchtet habe, zum Glück konnte ich dann heißen Kaffee schlürfen, in dem so einladenden Kiosk am Campingplatz. Jetzt muss ich schon langsam einen Kassensturz machen, mir das Geld pro Tag einteilen, um nicht frühzeitig blank zu sein. Würde mein Scorpio 2,9 l doch ein bisschen weniger schlucken, aber schließlich schlafe ich auch in der Kiste, und wenn er mir dafür Platz bereit stellt, darf er auch was zu schlucken haben. Was mir schon auf den Keks geht, ist die Tatsache, dass ich mit niemandem reden kann, also spreche ich ab un zu mit mir selber.

Kurz und gut, heute solls ein Stück weiter in Richtung Süden gehen, Prüm, Bitburg, Trier, Autobahn Luxemburg bis nach Frankreich rein, schätze ich.

In Bitburg musste ich dann unbedingt ins Brauhaus, an der Kupfertheke gabs das beste Bit, das ich je gertunken habe, und dann dachte ich auf einmal, bist du hier schon im Ausland, die Eifeler sprechen eine Sprache, die unsereins echt nicht verstehen kann, Mannomann, ist das lustig, und gequalmt wird auf Deufelkommraus.

Danach fährt der liebe Ford made in Cologne ganz souverän die Todesstrecke Bitburg Trier ab, eingequetscht von unzähligen LKW´s aus Spanien etc. Da ist die Hölle los, glaubts mir. Und dann kommt endlich die Erlösung, das Schild Autobahn nach Luxemburg, nach nur 10 Minuten bist du im Billigland Luxembourg, wo ich direkt an der Grenze erst mal den Schluckspecht für wenige Euros beruhigen kann. Im Restaurant meint man schon, in Frankreich zu sein, so richtige Garcons, sprechen alle deutsch, französisch und was weiß ich, der Café natürlich stark und bitter.

Nach kurzer Fahrt an der Stadt Luxemburg vorbei kommt dann die ersehnte Autobahn in Richtung Süden, und zwar schnurstracks, Metz, Nancy, Toul.

In Nancy mache ich jetzt mal einen Schlenker in die Stadt rein, wenn es nur nicht so schnell düster würde, wollt ihr nicht mitkommen??? Hier in Nancy würde ich auf euch warten, das ist schon so anders hier, hätte ich nie gedacht. ich schlafe heute abend irgendwo in der Stadt in meinem geparkten Scorpio, wird sicher wieder verdammt kalt werden, trotz vin rouge und Baguette.

Nur das Bier, das ist hier schlabbrig, wie Wasser, tut aber auch seine Wirkung, vor allem musst du alle fünf Minuten aufs Pinkolatorium, aber die Franzmänner sind schon Marken für sich, rauchen darfst du hier nicht überall, in den Kneipen ist es manchmal erlaubt, und dann wieder nicht. Ich sitze noch hier im Judenviertel am Internetcafé, wenn eine(r) mich heute noch anmailt, kann er/sie ja nachkommen, noch warte ich!
6.2.07 18:46


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